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Sind Beiträge oder Videos nicht mehr aufrufbar, sind sie der Zensur anheimgefallen,
im besten Deutschland aller Zeiten; ich sorge in jedem Fall für Wiedereinstellung oder Ersatz.
"AUCH WENN DIE WAHRHEIT GELÖSCHT WIRD, SIE WIRD HERAUSKOMMEN."
"DER GRÖSSTE SCHADEN IN EINER GESELLSCHAFT
ENTSTEHT DURCH DIE SCHWEIGENDE MEHRHEIT,
DIE NUR ÜBERLEBEN WILL,
SICH FÜGT
UND ALLES MITMACHT."
(Zitat: Sophie SCHOLL, 1921-1943, Deutsche Widerstandskämpferin gegen
den Nationalsozialismus;
wurde aufgrund ihres Engagements in der
Widerstandsgruppe Weiße Rose gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl
von
nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag
hingerichtet)
"Aber laßt Raum zwischen Euch.
Und laßt die Winde des Himmels zwischen Euch tanzen.
Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:
Laßt sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern Eurer Seele sein.
Füllt einander den Becher, aber trinkt nicht aus einem Becher.
Gebt einander von eurem Brot, aber eßt nicht vom selben Laib.
Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,
aber laßt jeden von Euch allein sein.
So wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern.
Gebt Eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.
Denn nur die Hand des Lebens kann Eure Herzen umfassen.
Und steht zusammen, doch nicht zu nah:
Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,
Und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen."
Khalil GIBRAN, Der Prophet
Konfuzius
– latinisiert aus Kong Fuzi, 551 v.Chr. - 479 v.Chr., Chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie
(Quelle: "Zitat des Tages")
"Ein wahrhaft sensibler und vernünftiger Mensch versucht naturgemäß,
wenn ihn Übel und Ungerechtigkeit der Welt bekümmern,
zunächst dort gegen sie anzugehen,
wo sie am deutlichsten zutage treten, nämlich bei sich selbst.
Und damit wird er sein Leben lang beschäftigt sein."
(Zitat: Fernando PESSOA, 1888-1935, Portugiesischer Schriftsteller)
Liebe Leserinnen, liebe Leser !
Delphine
kommunizieren über eine Art Sonarsystem; auch Pferde sind sehr
feinfühlig und spüren ein herannahendes Gewitter bereits Stunden vorher.
Der Mensch hingegen richtet sein Handeln oftmals primär nach seiner
Vernunft aus und tendiert dazu, seine Intuitionen zu unterdrücken. Dabei
wäre es durchaus heilsam, seine Ratio öfter in ihre Schranken zu weisen
und auf sein Bauchgefühl zu hören.
Sensibilität (von
lateinisch: sēnsibilitās, f. = sēnsibilis (empfindsam, sensibel) +
-itās) bezeichnet in der Sprache der Philosophie, Psychologie und der
Literaturwissenschaft sowie in der Umgangssprache eine hohe
Aufnahmebereitschaft für Signale der Umgebung. Sie weist ein breites
Spektrum von Erscheinungsformen auf. Diese reichen von der
Empfindlichkeit, Empfindsamkeit und Feinfühligkeit über Anteilnahme und
Empathie bis hin zur Sentimentalität. Im besonderen ist oft die
künstlerische Sensibilität beziehungsweise die Reaktion auf ästhetische
Einflüsse gemeint.
Vergil gilt als Meister der Sensibilität, der in
seinen Eklogen (Hirtengedichten) ein idyllisches Traumland mit Bewohnern
beschreibt, die durch subtile Stimmungen und tiefe menschliche
Emotionen charakterisiert sind. Der Theologe Thomas von Aquin ging davon
aus, dass nichts vom Menschen erkannt werde, was er nicht sinnlich
empfunden habe. Er unterscheidet zwischen sensibilitas und sensualitas.
Der erste Begriff bezeichnet den Wahrnehmungs- und Erkenntnisprozess,
der zweite die körperliche Lust oder Unlust.
Der Begriff der Sensibilität wurde durch die Dekadenzliteratur diskreditiert. Die Wissenschaftsgläubigkeit setzt den Fokus auf ein rationales Denken. In Diktaturen und Konsumgesellschaften spielte der Begriff ebenfalls lange Zeit eine nur geringe Rolle. Erst in der Studentenbewegung gelangte er wieder zu neuer Aufmerksamkeit. Die Sensibilisierung des Subjekts bildete eine Reaktion auf die fortschreitende «Entzauberung» der Welt (Max Weber).
Herbert Marcuse forderte in seinem Versuch über die Befreiung eine «neue Sensibilität », die sich gegen Gewalt und Grausamkeit, Manipulation, Leistungsdenken und eine nur-technische Rationalität des Individuums wendet. Die kapitalistisch verzerrte Triebstruktur des Menschen bedarf nach der Ansicht von Marcuse einer Regeneration, um ihn gegen die Brutalität zu immunisieren.
Es ist heute wichtiger denn je, für Themen sensiblisiert zu bleiben, die durch das Raster des Mainstreams fallen. Zweieinhalb Jahre lang saugen wir nun Informationen über das C-Thema auf, wägen ab, ordnen ein, hinterfragen und analysieren. Dabei reicht unser Radius oft nicht weiter als bis zur Stadt- oder Landesgrenze. Vielleicht nehmen wir auch gelegentlich Nachbarländer oder andere Kontinente in den Blick. Was aber ist mit Ländern wie Afrika oder Indien, die in den Leitmedien eher als blinder Fleck auftauchen?
Neulich fragte ich mich, wie sich die Energiekrise wohl auf die ärmeren Länder auswirkt. Dazu befragte ich Alec Gagneux von der Schweizer Organisation fairCH. Gagneux hat mit seinem Freund in Togo gesprochen. Der hat ihm berichtet, dass in der Stadt Lomé grosses Leid herrsche, da die Menschen dort stärker von der Geldentwertung betroffen seien als jene auf dem Land. Da sich die Gaspreise verdoppelt hätten, beuten die dort lebenden Menschen nun die Natur aus, um Holz und Holzkohle zu gewinnen. Dies sei keineswegs logisch nachzuvollziehen, weil das Gas nicht aus Russland, sondern aus Nigeria geliefert werde.
In Togo ist der Preis der Treibstoffe um 30 Prozent angestiegen, so dass jegliche Transporte teurer geworden sind. Auch die Preise für Brot und Mehl sind in die Höhe geschnellt. Doch das könnten die Togoer verkraften, da sie Yams und Mais als Ersatz essen können, sagte der in Togo lebende Bekannte.
Ohne «Pass Vaccinal» (Impfpass) ist es in Togo derzeit nicht möglich, einen Personalausweis oder Pass zu verlängern. Ungeimpften ist ausserdem teilweise der Zugang zu offiziellen Gebäuden und zum Flughafen verwehrt.
Gagneux macht deutlich, dass die Energiekrise zugleich eine Hungerkrise sei. Nur das interessiere im Westen bis heute kaum jemanden. Man dürfe nicht vergessen, dass sich 2020 das Vermögen der extrem Reichen um mehr als 5 Billionen Dollar erhöht habe, während sich der Hunger verdoppelt haben soll. Schuld daran sind vor allem die Corona-Massnahmen. Hierdurch konnten die Menschen nicht mehr ihrer Feldarbeit oder ihrer Arbeit als Tagelöhner nachgehen.
Um den Welthunger auf dem Papier zu reduzieren, habe die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einen kunstvollen Trick angewandt: Sie strich schlicht und einfach 50 Gramm Reis pro Tag, und so schrumpfte die Zahl der weltweit an Hunger leidenden Menschen auf weniger als eine Milliarde. 560 Gramm Reis ergeben 2020 kcal, jene Menge, die ein erwachsener Mensch pro Tag braucht, um seinen Körper gesund zu erhalten. 510 Gramm Reis ergeben jedoch nur 1840 kcal. Das sind 660 kcal weniger, als ein erwachsener Deutscher täglich zu sich nehmen sollte.
Afrika
und Indien leiden seit Jahrzehnten unter einer Energiekrise. Gagneux
unterstreicht, dass Hunger gleichzusetzen ist mit Energiekrise und
Energiekrieg. Still leiden die Menschen. Wer hungert, kann nicht
fliehen. Gagneux meint, dass sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit nur
darauf zielen kann, die Unabhängigkeit zu erhöhen, statt durch
humanitäre Hilfe lediglich die Symptome zu bekämpfen und die
Abhängigkeit zu erhöhen.
Der Leiter des Instituts für
Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz an der Technischen Universität
Hamburg, Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl, gibt positive Beispiele dafür,
wie man heutzutage ganz ohne Kunstdünger und Pestizide gute Ernteerträge
einfahren kann.
«Statt in die Rüstung sollte man auch im Süden in die Unabhängigkeit der Menschen investieren», sagt Alec Gagneux. «So lässt sich die Lebensqualität für alle Menschen erhöhen.»
Behalten
auch Sie immer das grosse Ganze im Auge, und seien Sie sensibilisiert
für Themen, die im täglichen Medienrauschen kaum Beachtung finden.
Herzlich
Lena Kuder
von Corona-transition
"WIR SIND NICHT NUR FÜR DAS VERANTWORTLICH,
WAS WIR TUN,
SONDERN AUCH FÜR DAS,
WAS WIR WIDERSPRUCHSLOS HINNEHMEN."
(Zitat: Arthur SCHOPENHAUER, 1788-1860, Deutscher Philosoph und Hochschullehrer)
ES BRAUCHT IMMER WIEDER DIE GEGENSEITIGE VERGEBUNG,
UM IN DER GEMEINSCHAFT MENSCHLICH MITEINANDER LEBEN ZU KÖNNEN.
"ES GENÜGT NICHT,
EIN ANSTÄNDIGER MENSCH ZU SEIN.
MAN MUSS ES AUCH ZEIGEN !"
(Zitat: Honoré de BALZAC, 1799-1850, Französischer Schriftsteller, genauer Beobachter der Gesellschaft)