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EPILOG - Schlußwort

MENSCHEN TRETEN IN UNSER LEBEN 
UND BEGLEITEN UNS EINE WEILE.
EINIGE BLEIBEN FÜR IMMER,
DENN SIE HINTERLASSEN SPUREN 
IN UNSEREM HERZEN.

Bevor ich sterbe - von Erich FRIED (Österreichischer Lyriker, Übersetzer, Essayist)

WIDMUNG

... BEDENKENSWERTES - nur so nebenbei ...

ES IST EIN JAMMER,
DASS DIE DUMMKÖPFE SO SELBSTSICHER SIND
UND DIE KLUGEN SO VOLLER ZWEIFEL !

(Bertrand RUSSELL, 1872-1970, Britischer Philosoph und Logiker, erhielt 1950 den Nobelpreis für Literatur)

politische Gefangene im "besten Deutschland aller Zeiten"

... Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ...

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.



Holocaust Memorial Museum


Emil Gustav Friedrich Martin NIEMÖLLER, 1892-1984, Deutscher evangelischer Theologe, führender Vertreter der Bekennenden Kirche, 
Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (1947-1964) und Präsident im Ökumenischen Rat der Kirchen;
war eine der bekanntesten Leitfiguren des kirchlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus; 
weltberühmt wurde er nach 1945 durch sein aufrüttelndes Zitat (s.o.), 
das die Mitschuld durch das Schweigen der Mehrheitsgesellschaft thematisiert;
seine Biografie ist stark von Widersprüchen, Brüchen und einer tiefgreifenden Wandlung geprägt; 
vom Nationalisten zum Regimekritiker;
Niemöller diente zunächst als Marineoffizier und U-Boot-Kommandant im Ersten Weltkrieg. 
Nach Kriegsende stand er der Weimarer Republik ablehnend gegenüber. 
Als er ein Theologiestudium begann und 1931 Pfarrer in Berlin-Dahlem wurde, 
sympathisierte er zunächst mit den Nationalsozialisten und wählte die NSDAP. 
Er teilte anfangs die völkisch-nationalen und teils antisemitischen Strömungen seiner Zeit.
Der Wendepunkt kam, als das NS-Regime versuchte, den sogenannten „Arierparagraphen“ in der Kirche durchzusetzen. 
Aus Protest gründete Niemöller im Herbst 1933 gemeinsam mit Mitstreitern den Pfarrernotbund, die Keimzelle der Bekennenden Kirche. 

Wegen seiner kritischen Predigten und des organisierten Widerstands im „Kirchenkampf“ wurde Niemöller im Juli 1937 festgenommen. 
Nach einem Prozeß im Jahr 1938 ließ ihn Adolf Hitler als dessen „persönlichen Gefangenen“ in Schutzhaft nehmen. 
Niemöller verbrachte die Jahre von 1938-1941 im Konzentrationslager Sachsenhausen und von 1941-1945 in Dachau.
Kurz vor Kriegsende wurde er als Geisel nach Südtirol verschleppt und dort befreit. 

Niemöller gehörte nach dem Krieg zu den Mitinitiatoren des „Stuttgarter Schuldbekenntnisses“ von 1945, 
in dem die evangelische Kirche eine Mitschuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus einräumte.

In der Bundesrepublik entwickelte er sich zu einem streitbaren, linken Intellektuellen.
Er kämpfte vehement gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands, kritisierte die Westorientierung der Adenauer-Regierung 
und engagierte sich in der Friedens- und Ostermarschbewegung.

Die Lüge wurde zur Weltordnung gemacht ....

Die "zufälligen" Tode der Corona-Kritiker

mutige und engagierte Kämpfer für Freiheit, Frieden und Wahrheit - Namensliste - auch die Unerwähnten, aber nicht Vergessenen

... WÜNSCHENSWERTES ...

... UNFASSBARES ...

... UNVERHANDELBARES ...

... BESINNLICHES - nur so nebenbei - "Meine Seele hat es eilig"

MÁRIO Raul de Morais ANDRADE

Brasilianischer Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler
1893-1945



MEINE SEELE HAT ES EILIG

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.

Ich fühle mich wie ein Kind, das eine Tüte Bonbons gewonnen hat: Die ersten hat es mit Vergnügen gegessen. 
Aber dann merkt es, dass nur noch wenige übrig sind. Erst dann beginnt es, diese zu genießen.

Ich habe keine Zeit mehr für endlose Konferenzen, bei denen, Regeln, Verfahren und interne Vorschriften besprochen werden
- und Jeder weiß, dass Nichts erreicht wird.

Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die trotz ihres hohen Alters nicht gewachsen sind.

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.

Ich will nicht in Meetings sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.

Ich vertrage keine Manipulierer mehr und keine Opportunisten.

Mich stören Neider, die versuchen, Bessere in Verruf zu bringen, um ihre Positionen, Talente und Erfolge zu übernehmen.

Meine Zeit ist zu kurz, um über Überschriften zu diskutieren.

Ich will nun das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne massenhaft Süßigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die menschlich sind. 
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. 
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor Verantwortung fliehen; 
die menschliche Würde verteidigen und die Seite an Seite mit Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. 
Das ist es, was das Leben lebenswert macht.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, Herzen Anderer zu berühren
Menschen, denen die harten Stöße des Lebens gelehrt haben, zu wachsen - und die Seele sanft zu berühren.

Ja, ich habe es eilig.
Ich habe es eilig, will mit Intensität leben, die nur die Reife geben kann.

Ich versuche nun, wirklich keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.

Ich bin mir sicher, dass sie noch köstlicher werden, als die, die ich bereits gegessen habe.

Mein Ziel ist es, mein Ende zufrieden zu erreichen.
In Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben ZWEI Leben. 
Und das zweite beginnt, 
wenn du erkennst, 
daß du nur EINES hast.

... für mich persönlich gesprochen

"Nicht jede Hand, 
die ich hielt, 
hatte es auch verdient, 
aber jede PFOTE."

Meine Tiere geben mir die Kraft, diesem Irrsinn möglichst mit Besonnenheit zu entgegnen. 
Wir können viel von unseren Tieren lernen, und der "gemeine Mensch" käme aus dem Schämen gar nicht mehr heraus; 
aber "sich schämen" ist ja in Zeiten wie diesen anscheinend völlig aus der Mode gekommen.